Rattles Berliner Mahler-Mania
Die Neunte mit den Berliner Philharmonikern
Die Feierlichkeiten zum 125-jährigen Bestehen der Berliner Philharmoniker, das Jubiläum eines der weltbesten Orchester verbinden sich mit einer Veröffentlichung, die mehr als andere zuvor ein Markstein in Simon Rattles Arbeit darstellt: die Neuaufnahme von Mahlers Sinfonie Nr. 9, die Rattles vorangegangene Mahler-Produktionen mit den Berlinern (Sinfonien Nr. 5 und 10) fortsetzt.
Vor 20 Jahren, im Jahre 1987, stellte sich Rattle, damals noch Chef des City of Birmingham Symphony Orchestra, erstmals mit einer Schallplatte als Mahler-Dirigent vor. Seine Interpretation der apokalyptischen Sinfonie Nr. 2 gilt nach wie vor als Referenzaufnahme, die bald von weiteren Einspielungen flankiert wurde. Mahler entwickelte sich innerhalb der vielfältigen Aufnahmetätigkeit des englischen Dirigenten sogar zum roten Faden, zum durchgehenden künstlerischen Thema, zu dem Rattle nun zurückkehrt. Schon die Aufnahme der Neunten, die Rattle in den 90er Jahren mit den Wiener Philharmonikern vorlegte, galt der Schallplattenkritik als Nonplusultra. Viele Jahre Erfahrung, die Arbeit mit dem zweiten großen Orchester des deutschen Sprachraums haben Rattle neue Möglichkeiten dieser abgründigen, von Spiritualität und Entsagung, von Triumph und Verzweiflung geprägten Partitur aus dem Jahre 1909 aufgezeigt. So warf die Aufführung der Neunten bei den Salzburger Festspielen im August 2007 starke Schatten voraus: Rattle begeisterte mit „seinen“ Berlinern das internationale Publikum. Die darauf folgende Berliner Live-Einspielung vom Oktober 2007 („Verdienter Jubel!“, Klaus Geitel, Berliner Morgenpost, 28.10.07) ist war seit November 2007 als exklusiver iTunes-Download verfügbar; das CD-Album folgte im März 2008.
Gustav Mahler: Sinfonie Nr.9 D-Dur
Berliner Philharmoniker, Simon Rattle
Live-Mitschnitt vom 24.–27.10.2007,
Berlin, Philharmonie
2 Compacts Discs, Katalog-Nr.: 5012282 – VÖ: 14.03.2008

